Kratzer im Lack sind sehr ärgerlich, aber leider auf Dauer kaum zu verhindern, wenn man ein Auto besitzt. Leichte Beschädigungen der Lackschicht können Sie jedoch oftmals selbst ausbessern und sollten Sie auch, da sonst die Gefahr von Rost besteht. In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Sie bei unterschiedlich tiefen Kratzern vorgehen können.

Oberflächliche und kleine Kratzer polieren

Die Tiefe des Kratzers ist wesentlich für die erfolgreiche Behandlung. Eine rein oberflächliche Beschädigung ist wohl das kleinste Übel und lässt sich zumeist durch Polieren leicht beseitigen. Verwenden Sie hierzu eine herkömmliche Autopolitur, welche mikroskopisch kleine Schleifpartikel aufweist, um die betroffene Stelle zu behandeln. 

1. Reinigen Sie die betroffene Stelle gründlich, um zu verhindern, dass Schmutz in den Kratzer gelangt. Hierzu eignet sich Autoshampoo, welches im Handel erworben werden kann.

2. Lassen Sie die betroffene Stelle anschließend gut trocknen. Erst dann können Sie mit der Politur am Kratzer starten. 

3. Nutzen Sie ein Baumwoll- oder Mikrofasertuch, welches den Lack nicht aufraut und verteilen Sie die Politur in kreisförmigen Bewegungen auf der betroffenen Stelle. 

Auto polieren

Tiefere Lackschäden mit Lackstift ausbessern

Bei tieferen Lackschäden schafft ein Lackstift in Originalfarbe Abhilfe. Dieser wird dann benötigt, wenn das Metall bereits unter dem Kratzer sichtbar wird.

1. Um späteren Rost zu verhindern, benutzen Sie zu Beginn Schmirgelleinen auf der betroffenen Stelle. 

2. Nun verwenden Sie den Lackstift, welcher üblicherweise mit einem Pinsel versehen ist, um den Kratzer effizient zu behandeln. 

3. Lassen Sie den Lack anschließend komplett trocknen. Dies kann bis zu zwei Stunden dauern. Versiegeln Sie die betroffene Stelle zuletzt mit Klarlack und lassen Sie diesen abermals trocknen.

Tiefe Lackschäden mit Reparatur-Set behandeln

Handelsübliche Reparatur-Sets helfen bei tiefen Lackschäden. Diese Technik ist etwas aufwendiger und besteht aus mehreren Schritten, zahlt sich aber auf jeden Fall aus. Folgen Sie unserer Anleitung, um ein zufrieden stellendes Ergebnis zu erlangen. 

1. Beginnen Sie mit der gründlichen Reinigung des Autolacks. Um weitere Kratzer zu vermeiden, empfiehlt sich eine Handwäsche. Mit einem Hochdruckreiniger können Sie grobe Verschmutzungen beseitigen. Verwenden Sie anschließend Autoshampoo und spülen Sie dieses dann mit einem Schlauch ab.

2. Lassen Sie den Lack gänzlich in der Sonnen trocknen.

3. Tragen Sie nun einige Tropfen des Lackstifts auf die Gummispachtel aus dem Set auf. Diese ziehen Sie über die betroffene Stelle. Der Flüssiglack sollte den Kratzer sehr dünn bedecken und anschließend trocknen. 

4. Verteilen Sie die flüssige Lackreparatur nun mit einem Poliertuch, sodass der restliche Buntlack entfernt wird.

5. Polieren Sie die Stelle weiters mit der Autopolitur. Bedenken Sie, dass Sie hierbei in kleinen Bewegungen und stückchenweise vorgehen, um ein vorzeitiges Trocknen der Politur zu verhindern.  

6. Eine anschließende Versiegelung des Lacks reduziert auch in Zukunft Beschädigungen durch Umwelteinflüsse. Verwenden Sie hierfür entweder Wachse oder spezielle Autopolituren. Diese können Sie mit Baumwoll- oder Mikrofasertüchern auftragen. Arbeiten Sie wieder in kleinen kreisförmigen Bewegungen.

Diese Tipps helfen Ihnen kleine oder mittlere Schäden an Ihrem Autolack selbst zu beheben. Um dem Auto aber keine größeren Schäden zuzufügen, sollten Sie sich allerdings mit dieser Materie auskennen.

Lackschäden von Fachmann behandeln lassen

Auto wird neu lackiert

Haben Sie mit Reparaturen am Auto wenig Erfahrung und wollen dies lieber dem Profi überlassen, so können Sie uns gerne jederzeit während unserer Öffnungszeiten kontaktieren. Wir liefern stets den bestmöglichen Service für Sie und Ihr Auto!